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Stadtkino statt Kino – die nächsten Filme

Die KIR sorgt donnerstags für beste Kinounterhaltung in der Stadtschule

Filszene mit Donald Sutherland und Helen Mirren Das Leuchten der Erinnerung: Donald Sutherland und Helen Mirren spielen ein altes Ehepaar, das gegen Pflegeheim und Bevormundung rebelliert.

Donnerstag ist Kinotag! In Rotenburg sichert die Kulturinitiative Rotenburg (KIR) mit vielen ehrenamtlichen Helfern das Filmerlebnis, solange es kein professionelles Kino in der Wümmestadt gibt. Und das macht sie gut, wie so manche proppenvolle Aula in der Stadtschule belegt.

Die Vorstellungen im Stadtkino beginnen donnerstags um 20 Uhr, Nachmittagsvorstellungen um 16 Uhr. Eintritt: 5 Euro regulär, ermäßigt 4 Euro (für KIR-Fördermitglieder, ebenso bei Nachmittagsvorstellungen). Karten für das Kino-Café kosten im Vorverkauf 8 Euro (erhältlich im Infobüro der Stadt), an der Tageskasse 10 Euro.

Auf folgende Filme dürfen sich die Rotenburger Cineasten freuen:

 

12. April: Das Leben ist ein Fest (auch am 26. April, 16 Uhr, im Kino-Café)

Verdorbenes Essen, pingelige Gäste, ein Stromausfall und ein unangemeldeter Besuch von der Steuerbehörde – für den Hochzeitsplaner Max könnte die Feier von Pierre und Héléna eigentlich nicht noch schlechter laufen, doch während die Feier langsam beginnt, steigt hinter den Kulissen der Stresspegel. (Ensemblekomödie von den Machern des Welterfolgs „Ziemlich beste Freunde.“)

19. April: Die Verlegerin

Meryl Streep

Meryl Streep spielt die Hauptrolle in “Die Verlegerin”.

Der Film spielt 1971 in Washington DC. In der renommierten Tageszeitung The Washington Post kämpft Kay Graham, die erste weibliche Zeitungsverlegerin der USA, um das Recht, die Pentagon-Papiere zu veröffentlichen. Gemeinsam mit Redakteur Ben Bradlee legt sich die Verlegerin mit dem Machtapparat von Washington an. Der Kampf zwischen Journalisten und Regierung wird zum Symbol für die Pressefreiheit und geht bis zum Obersten Gerichtshof der USA hinauf. Denn die Veröffentlichung der Papiere würde die öffentliche Meinung zum umstrittenen Vietnamkrieg nachhaltig prägen. Meryl Streep und Tom Hanks in Bestform!

26. April: Power to Change – Die Energierebellion (Dokumentation)

Die Energiewende ist da – Deutschland steht vor der größten Veränderung seit Beginn der Industrialisierung. Die Dokumentation wirft einen Blick in die Zukunft und beantwortet wichtige Fragen: Welche Chancen liegen in der Trendwende? Welche Konsequenzen hat sie für den Einzelnen? Welche Risiken gibt es? Dabei lässt Filmemacher Carl-A. Fechner unterschiedliche Akteure zu Wort kommen: einen engagierten Stromsparer, eine ukrainische Öko-Aktivistin, Energie- und Verkehrsverantwortliche, Wissenschaftler und Politiker. Dabei werden die neuesten Technologien im Bereich der Erneuerbaren Energien wie Windstrom oder Öko-Treibstoff vorgestellt. Außerdem werden neue Wirtschaftszweige beleuchtet, die mit dem Umweltschutz in Verbindung stehen. Dazu gehört etwa das Car-Sharing. Den Film zeigt die KIR in Kooperation mit der Aufbruch-Gruppe Rotenburg.

(Filmbeschreibungen und Fotos wurden uns von der KIR zur Verfügung gestellt.)

Über das StadtKino:

Das “Stadtkino” (Motto: Stadtkino statt Kino) ist wahrlich mehr als ein “Lückenbüßer”. Es gibt einen festen Fankreis, für den der Donnerstag ein fixer Termin ist. Je nach Film kommen dann noch jede Menge Gelegenheitsgucker dazu. Zwar bemüht sich die Stadt Rotenburg, einen Investor für ein professionelles Kino möglichst in der Innenstadt zu finden. Zuletzt wurde über einen Neubau beim früheren Verlagshaus der Rotenburger Rundschau am Neuen Markt/ Ecke Glockengießerstraße und Am Sande diskutiert. Doch selbst wenn sich wieder ein Kinobetreiber in Rotenburg finden sollte, dürfte dies keineswegs das Ende des Stadtkinos bedeuten. Wahrscheinlicher wäre ein Umzug in eine vielleicht kleinere Location, die aber mit weniger Aufwand für die ehrenamtlichen Helfer verbunden wäre. Dann müssten nicht jedes Mal Stühle und Bänke sowie der Tresen für die Ausgabe von Getränken und Naschwerk aufgebaut werden. Eine “Arbeitsteilung” in dem Sinne, dass sich das Stadtkino auf thematisch und künstlerisch anspruchvollere Filme konzentrieren und dem Kino in der Innenstadt die kommerziellen Streifen überlassen könnte, ist denkbar. Wichtig wäre jedoch auch ein etwas anheimelnderes Ambiente als das, was die Aula der Stadtschule bislang zulässt. Ob sich eine Lösung am Kalandshof auftut, bleibt abzuwarten.

 

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