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Stadtkino statt Kino – die nächsten Filme

Die KIR sorgt donnerstags für beste Kinounterhaltung in der Stadtschule

Junge Frau am Strand Szene aus dem französischen Film um eine junge Malerin und ihr Modell.

Donnerstag ist Kinotag! In Rotenburg sichert die Kulturinitiative Rotenburg (KIR) mit vielen ehrenamtlichen Helfern das Filmerlebnis, da es kein professionelles Kino in der Wümmestadt gibt. Und das macht sie gut, wie so manche proppenvolle Aula in der Stadtschule belegt.

Die Vorstellungen im Stadtkino beginnen donnerstags um 20 Uhr, Nachmittagsvorstellungen um 16 Uhr. Eintritt: 5 Euro regulär, ermäßigt 4 Euro (für KIR-Fördermitglieder, ebenso bei Nachmittagsvorstellungen). Karten für das Kino-Café kosten im Vorverkauf 8 Euro (erhältlich im Infobüro der Stadt), an der Tageskasse 10 Euro.

Auf folgende Filme dürfen sich die Rotenburger Cineasten freuen:

9. Januar 2020, Parasite, Südkorea 2019; Regie: Bong Joon Ho; Darsteller*innen: Song Kang Ho, Lee Sun Kyun, u.a.; 131 min.

Familie Ki lebt in ärmlichen Verhältnissen ganz unten auf der sozialen Leiter. Die Eltern Ki-taek und Chung-sook sind arbeitslos, die fast erwachsenen Kinder, der Sohn Ki-woo und die Tochter Ki-jung unterstützen die Familie mit Gelegenheitsjobs. Das Glück wendet sich, als ein Freund Ki-woo eine Tutorenstelle am anderen Ende der Stadt, am anderen Ende der sozialen Leiter vermittelt. Im mondänen, modernistischen Haus der Familie Park soll er der Tochter Englischstunden geben. Es ist der Beginn einer parasitären Beziehung der beiden Familien, denn bald arbeiten alle Kis für die Parks…..

16. Januar 2020, Distelfink, USA2019; USA 2019; Regie: John Crowley; Darsteller*innen: Ansel Elgort, Finn Wolfhard, Nicole Kidman, u.a.; 150 min.

Theodore ist gerade einmal 13 Jahre alt, als er seine Mutter bei einem Bombenanschlag auf ein Kunstmuseum verliert. In den Wirren nach der Detonation lässt er ein Bild mitgehen, ihr Lieblingsstück – „Der Distelfink“. In „Der Distelfink“ geht es um Momente. Solche, die das Leben definieren. Die mit purer Emotion aufgeladen sind, die trauern, aber auch lachen, bangen, aber auch hoffen lassen, die in ihrer Wirkkraft mächtig und doch flüchtig zugleich sind. Sie sind das Destillat dessen, was ein Leben sein kann, vielleicht auch sein muss. Hier geht alles Hand in Hand: Eine exakt erzählte, charakterlich tiefgreifende Geschichte, eine den Zuschauer umschmeichelnde Musik, eine imposante Inszenierung. Dazu Bilder, die sich ins Gedächtnis einbrennen, und ein Ensemble, das von den Jungdarstellern um Newcomer Oakes Fegley bis zu den gestandenen Mimen wie Ansel Elgort und Jeffrey Wright, nicht erlesener sein könnte. Am Ende steht ein Film, den man nicht mehr vergisst.

23. Januar 2020, Ich war noch niemals in New York, D2019, Regie: Philipp Stölzl; Darsteller*innen: Heike Makatsch, Uwe Ochsenknecht, Moritz Bleibtreu, u.a.; 122 min.

Verfilmung des Udo Jürgens-Musicals über eine romantische, turbulente und (un)freiwillige Kreuzfahrt nach New York. Für die erfolgsverwöhnte Fernsehmoderatorin Lisa Wartberg steht die Karriere an erster Stelle. Ihre Prioritäten ändern sich jedoch, als ihre Mutter einen Unfall mit Gedächtnisverlust erleidet. Die betagte Dame kommt ins Krankenhaus und alles, woran sie sich noch erinnern kann, ist, dass sie noch nie in New York war. Kurzerhand türmt die Seniorin und schmuggelt sich an Bord eines Kreuzfahrtschiffes.

30. Januar 2020, Porträt einer jungen Frau in Flammen, F 2019; Regie: Céline Sciamma; Darsteller*innen: Noémie Merlant, Adèle Haenel, Valeria Golino; 119 min.

Frankreich im 18. Jahrhundert: Die junge Malerin Marianne folgt dem Auftrag einer italienischen Gräfin. Auf einer Insel in der Bretagne soll sie deren bildhübsche wie rebellische Tochter Héloïse porträtieren. Schon bald werde sie einen Adligen aus Mailand ehelichen, das Gemälde soll die Verbindung untermauern. Doch niemand hat die junge Dame um ihr Einverständnis gebeten. Marianne versucht auf ungewöhnlichem Wege das Gemälde anzufertigen. Bei langen Spaziergängen am Strand merkt sie sich Héloïses Profil, um es in der Nacht auf Öl zu bannen. Doch je länger die Begegnungen zwischen den jungen Frauen andauern, desto intensiver und stärker wird ihre Verbindung.

(Filmbeschreibungen und Fotos werden uns von der KIR zur Verfügung gestellt.)

Über das StadtKino:

Das “Stadtkino” (Motto: Stadtkino statt Kino) ist wahrlich mehr als ein “Lückenbüßer”. Es gibt einen festen Fankreis, für den der Donnerstag ein fixer Termin ist. Je nach Film kommen dann noch jede Menge Gelegenheitsgucker dazu. Zwar bemüht sich die Stadt Rotenburg, einen Investor für ein professionelles Kino möglichst in der Innenstadt zu finden. Doch selbst wenn sich wieder ein Kinobetreiber in Rotenburg finden sollte, dürfte dies keineswegs das Ende des Stadtkinos bedeuten. Wahrscheinlicher wäre ein Umzug in eine vielleicht kleinere Location, die aber mit weniger Aufwand für die ehrenamtlichen Helfer verbunden wäre. Dann müssten nicht jedes Mal Stühle und Bänke sowie der Tresen für die Ausgabe von Getränken und Naschwerk aufgebaut werden. Eine “Arbeitsteilung” in dem Sinne, dass sich das Stadtkino auf thematisch und künstlerisch anspruchvollere Filme konzentrieren und dem Kino in der Innenstadt die kommerziellen Streifen überlassen könnte, ist denkbar. Wichtig wäre jedoch auch ein etwas anheimelnderes Ambiente als das, was die Aula der Stadtschule bislang zulässt.

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