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Stadtkino statt Kino – die nächsten Filme

Die KIR sorgt donnerstags für beste Kinounterhaltung in der Stadtschule

Multikultitruppe: die Schwiegersöhne von Monsieur Claude. Nach der herrlichen Komödie "Monsieur Claude und seine Töchter" ist im Stadtkino nun die Fortsetzung zu sehen.

Donnerstag ist Kinotag! In Rotenburg sichert die Kulturinitiative Rotenburg (KIR) mit vielen ehrenamtlichen Helfern das Filmerlebnis, da es kein professionelles Kino in der Wümmestadt gibt. Und das macht sie gut, wie so manche proppenvolle Aula in der Stadtschule belegt.

Die Vorstellungen im Stadtkino beginnen donnerstags um 20 Uhr, Nachmittagsvorstellungen um 16 Uhr. Eintritt: 5 Euro regulär, ermäßigt 4 Euro (für KIR-Fördermitglieder, ebenso bei Nachmittagsvorstellungen). Karten für das Kino-Café kosten im Vorverkauf 8 Euro (erhältlich im Infobüro der Stadt), an der Tageskasse 10 Euro.

Auf folgende Filme dürfen sich die Rotenburger Cineasten freuen:

9. Mai: Das Haus am Meer, F2019; Regie: Robert Guédiguian; Darsteller*innen: Ariane Ascaride, Jean-Pierre Darroussin, Gérard Meylan u.a.; 107 min

Als ihr Vater schwer erkrankt, treffen die drei Geschwister Angèle, Joseph und Armand in ihrer Heimat, einem Küstenort in der Nähe von Marseille, wieder aufeinander. Gemeinsam müssen sie entscheiden, wie es mit dem elterlichen Haus, dem Restaurant und ihrem Vater weitergehen soll. Sie müssen herausfinden, was der magische Ort ihrer Kindheit noch für sie bedeutet. Doch nicht nur das beschäftigt die Geschwister. Kurz nachdem sie nach jahrelanger Trennung wieder zusammen sind, kehren auch die gemeinsamen glücklichen, aber auch traurigen Erinnerungen zurück, die sie wieder zusammenwachsen lassen.

16. Mai: Kirschblüten & Dämonen, D 2019, Rregie: Doris Dörrie, Darsteller*innen: Golo Euler, Aya Irizuki, Hannelore Elsner u.a.; 116 min

Fortsetzung von „Kirschblüten – Hanami“ aus dem Jahr 2007. Karl ist arbeitslos, hat ein Alkoholproblem und keinen Kontakt mehr zu seiner Frau und seinem Kind. Doch als er sich am absoluten Tiefpunkt befindet, taucht plötzlich Yu auf. Yu stellt Karls Leben komplett auf den Kopf und reißt ihn aus seiner Lethargie. Im leerstehenden Elternhaus setzt sich Karl mit den leibhaftigen Dämonen und Gespenstern auseinander, die ihn plagen, wobei ihm Yu dank ihrer japanischen Herkunft eine große Hilfe ist. Ihr Tipp: Die Geister einfach mal auf eine Tasse Tee einladen…

23. Mai: Trautmann, D/GB/IRL 2019, Regie: Marcus H. Rosenmüller, Darsteller*innen: David Kross, Freya Mavor, John Henshaw u.a.; 120 min

Bernd Trautmann ist deutscher Kriegsgefangener in England gegen Ende des Zweiten Weltkriegs. Dort wird Jack Friar, Trainer des kleinen Fußballvereins St. Helens,  auf das Torwarttalent von Trautmann aufmerksam.  Friar engagiert den deutschen Soldaten als Torhüter für St. Helens, aber schon bald verpflichtet der äußerst erfolgreiche Club Manchester City Trautmann als Keeper, gegen die Widerstände der Fans. Dann kommt das legendäre FA-Cup-Finale von 1956. Gelingt es dem deutschen Torwart jetzt, die Herzen der Fans zu erobern?

6. Juni: Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit, USA 2018; R.: Julian Schnabel; D.: Willem Dafoe, Rupert Friend, Oscar Isaacs, u.a. 110 min.

Auf der Suche nach einem neuen Licht kommt der Maler Vincent van Gogh im Jahr 1888 ins südfranzösische Arles. In den 16 Monaten, die er hier verbringt, wird er seine wichtigste Schaffensphase erleben. Willem Dafoe bietet eine oscarwürdige Performance als von Depressionen geplagter Vincent van Gogh.

13. Juni: Die Goldfische, D 2019; Regie: Alireza Golafshan; Darsteller*innen: Tom Schilling, Jella Haase, Axel Stein, Birgit Minichmayr, u.a.; 109 min.

Tom Schilling vereint ein starkes Ensemble hinter sich in einer Komödie über die Mitglieder einer Behinderten-WG, die Schwarzgeld aus der Schweiz schmuggeln. Die Komödie vereint Culture-Clash und Roadtrip zu einem aberwitzigen Kinoerlebnis.

 20. Juni: Monsieur Claude 2, F 2018; Regie: Philippe de Chauveron; Darsteller*innen: Christian Clavier, Chantal Lauby, Frédérique Bel, u.a.; 105 min.

Nirgendwo ist es schöner als in Frankreich! Da sind sich der stolze und konservative Monsieur Claude und dessen Ehefrau Marie Verneuil einig. Zwar hat das alte Ehepaar inzwischen so manches Vorurteil abbauen können, doch die französische Provinz ist für sie immer noch der Nabel der Welt. Umso schockierter ist Monsieur Claude, als ihm seine Töchter unterbreiten, dass sie Frankreich verlassen werden.

27. Juni: Ein Gauner und Gentleman, USA 2018; Regie: David Lowery; Darsteller*innen: Robert Redford, Sissy Spacek, Casey Affleck, u.a.; 93 min.

Oscarpreisträger Robert Redford verabschiedet sich vom Film mit einem humorvollen Crimedrama über den 70-jährigen Bankräuber und Ausbrecherkönig Forrest Tucker. Dieser verbrachte den Großteil seines Lebens hinter Gittern. Der Grund: Bei ihm handelt es sich um einen berühmt-berüchtigten Bankräuber, der in seiner zweifelhaften Karriere zu allem Überfluss ganze 18 Mal aus dem Gefängnis ausbrechen konnte.

(Filmbeschreibungen und Fotos werden uns von der KIR zur Verfügung gestellt.)

Über das StadtKino:

Das “Stadtkino” (Motto: Stadtkino statt Kino) ist wahrlich mehr als ein “Lückenbüßer”. Es gibt einen festen Fankreis, für den der Donnerstag ein fixer Termin ist. Je nach Film kommen dann noch jede Menge Gelegenheitsgucker dazu. Zwar bemüht sich die Stadt Rotenburg, einen Investor für ein professionelles Kino möglichst in der Innenstadt zu finden. Zuletzt wurde über einen Neubau beim früheren Verlagshaus der Rotenburger Rundschau am Neuen Markt/ Ecke Glockengießerstraße und Am Sande diskutiert. Doch selbst wenn sich wieder ein Kinobetreiber in Rotenburg finden sollte, dürfte dies keineswegs das Ende des Stadtkinos bedeuten. Wahrscheinlicher wäre ein Umzug in eine vielleicht kleinere Location, die aber mit weniger Aufwand für die ehrenamtlichen Helfer verbunden wäre. Dann müssten nicht jedes Mal Stühle und Bänke sowie der Tresen für die Ausgabe von Getränken und Naschwerk aufgebaut werden. Eine “Arbeitsteilung” in dem Sinne, dass sich das Stadtkino auf thematisch und künstlerisch anspruchvollere Filme konzentrieren und dem Kino in der Innenstadt die kommerziellen Streifen überlassen könnte, ist denkbar. Wichtig wäre jedoch auch ein etwas anheimelnderes Ambiente als das, was die Aula der Stadtschule bislang zulässt. Ob sich eine Lösung am Kalandshof auftut, bleibt abzuwarten.

 

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