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Krimi & Shopping: Wer, wo, was…?

Bürgermeisterwette, Spielorte und was sonst so geschah...

Um ein Biblisches Tötungsdelikt geht es im Domshof. Kain Weg zurück - mit einem biblischen Tötungsdelikt befassten sich die Hobby-Kriminologen Alexa Wilke, Amely Lißner und Christian Relius.

Was geschieht bei….Krimi & Shopping? Hier gibt’s den genauen Ablaufplan mit Spielorten, Anfangszeiten und der Antwort auf die Frage, warum Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber dringend die Unterstützung von Detektiven benötigte.

Die Bürgermeisterwette

Krimi & Shopping heißt das neue Einkaufs-Event, zu dem die Rotenburger Innenstadt am Freitag, 8. November 2019 einlud. Los ging es um 17 Uhr auf der Aktionsfläche vor dem Pressehaus der Mediengruppe Kreiszeitung, Große Straße 37. Hier versammelten sich Vertreter der Kulturinitiative Rotenburg (KIR ) und der IG CityMarketing mit Bürgermeister Weber und dem Meisterdetektiv Hercule Poirot aus Anlass der “Bürgermeisterwette”. KIR und IG CityMarketing hatten nämlich gewettet, das es der Bürgermeister nicht schafft, 50 Detektive um sich zu versammeln, die einerseits durch ihr Outfit als Detektive oder Darsteller etwa eines Krimis erkennbar sind, andererseits ein typisches Utensil mit sich führten, das sie für ihre Aufgabe benötigen. Ob es sich dabei um eine Lupe, Handschellen oder eine Kamera handelt, blieb den Akteuren vorbehalten. Stargast Hercule Poirot entschied, ob der Detektiv “im Sinne der Bürgermeisterwette” zählt.

Knapp daneben, trotzdem gewonnen

Tatsächlich fanden sich um 17 Uhr zahlreiche Detektive vor dem Pressehaus ein, einige wirklich bemerkenswert hergerichtet. Auf jeden Fall hatten viele Zuschauer Spaß und einige auch richtig Lust, sich am Wettgeschehen zu beteiligen. So nahmen es die Vertreter von Kulturinitiative und IG CityMarketing mit Humor und winkten auch “Detektive” durch, die zwar wenig äußerliche Ähnlichkeiten mit den von ihnen angegebenen Figuren hatten, dafür aber gut aufgelegt waren und humorvolle Antworten gaben. So wurden alle Augen zugedrückt. Als 48 angebliche Detektive gezählt waren und sich partout niemand mehr fand, wurde dem Bürgermeister die Wette geschenkt. KIR und IG CityMarketing werden ihren Wetteinsatz (eine 20-köpfige Truppe zum Stadtradeln im kommenden Jahr anzumelden) einlösen, auch wenn sie eigentlich die Gewinner gewesen wären. Seinen Wetteinsatz will aber auch der Bürgermeister einlösen, der eigentlich Verlierer gewesen wäre, aber gewonnen hat. Sein Wetteinsatz: Er will an einem Tag in der Fußgängerzone ein ernstes Wort mit Leuten wechseln, die unerlaubter Weise durch die Fußgängerzone radeln und nicht schieben.

Das Geschehen an den Spielorten

Krimi-Musik in der Stadtkirche

Junges Orchester

Das Junge Orchester Auenland spielt bekannte Film- und Krimimusik

Zu einem guten Krimi gehört die passende Musik. In der Stadtkirche spielte das Junge Orchester Auenland bekannte Film- und Krimimusik. Titel wie Hawai Five-O, Skyfall, A-Team-Theme oder Pink Panther wurden von einer multimedialen Show begleitet und entführten in die Welt der Agenten & Ermittler. Beginn war um 17.45 Uhr. Das Orchester spielte etwa eine halbe Stunde. Weitere Aufführungen fanden um 18.45 Uhr, 19.45 Uhr und 20.45 Uhr statt. Der Eintritt war frei.

Krimi-Pantomime im Café Marleen

Bei Marleen konnte man eintauchen in die Welt von Ungerechtigkeit und Mord. Beim Programm mit dem Pantomimen Manfred Pomorin waren die Zuschauer ohne Worte, aber hautnah mit dabei, wie ein „meucheliger“ Mord geschah und der Gerechtigkeit genüge getan wurde. Für die Aufklärung des Falls sorgte nämlich kein Geringerer als Kommissar Maigret. Ort: Café Marleen im Haake-Meyer, Große Str. 6, Beginn: ab 17.45 Uhr, Dauer: eine halbe Stunde. Weitere Vorstellungen um 18.45 Uhr, 19.45 Uhr, 20.45 Uhr. Eintritt frei.

“Fünf Minuten Fies” bei Buch & Aktuelles und Sanitätshaus Rohde

Krimiautorinnen Ulbig und Schwarze

Man sieht es ihnen nicht an, aber die Autorinnen Anja Ulbig und Gesa Schwarze schreiben richtig fiese Krimigeschichten.

Es macht Spaß, fies zu sein. Und zu zweit kann man das noch viel besser! Das ist zumindest die Meinung der beiden Autorinnen Gesa Schwarze und Anja Ulbig. So lassen sie ihrer Bosheit in den Kurzgeschichten freien Lauf. Es wird genüsslich intrigiert, betrogen und gemordet – die heile Welt und Happyends haben in ihren Geschichten keinen Platz. Begleiten Sie die beiden Autorinnen auf ihren schaurigen Streifzügen – das ist fieser Spaß mit jeder Menge schwarzem Humor! Die Kurzkrimis aus der Edition Falkenberg wurden in jeweils 30-minütigen Sequenzen bei Buch & Aktuelles, Große Str. 67 (17.45 Uhr und 19.45 Uhr) und dem Sanitätshaus Rohde, Große Str. 71 (18.45 Uhr und 20.45 Uhr) vorgetragen. Eintritt frei.

Mordswut un Rachegelüste im Pressehaus

Jowoll Lüe, ok plattdütsch ward önnig mordet un meuchelt! Öberall un jümmerto. Keerls un Frons stoht sik in Abnormitäten un Mordsgedanken nix no. In jeden Minschen kann een Mörder stäken, wenn ungewöhnliche Ümstänne dat erföddert. Achtertücksche Mördereen tügt von Hass un Eifersucht. In Gedanken hett jeder Minsch gewiss all eenen aneren in der Hölle schickt, aver to`n Mörder(in) to weern, dor gehört all eene Portion blinde Wut, besonnerer Mut, un dördachte Öberlegungen to. Öbertügt jo sülmst, läst, högt, udder gruselt jo. Die plattdütschen Krimi-Geschichten aus der Edition Falkenberg wurden im Foyer des Pressehauses der Mediengruppe Kreiszeitung vorgelesen. Beginn ab 17.45 Uhr, Dauer: ca. 30 Minuten. Weitere Lesungen jeweils um 18.45 Uhr, 19.45 Uhr und 20.45 Uhr. Eintritt: frei.

Biblisches Tötungsdelikt, verhandelt im Domshof

Der Fall war spektakulär, von Anfang an. Möglicherweise auch gerade deshalb, weil es nur wenige gab, die ihn bezeugen konnten. Über Jahrhunderte schien alles klar. Wer, wann, was, warum – die Mittel, die Möglichkeiten – alles lag auf der Hand. Der Täter berühmt, geradezu mystisch – ebenso das Opfer. Dennoch deuten Indizien darauf hin, dass der erste Mordfall der Geschichte auch anders verstanden werden könnte. – Die Hobby-Kriminologen Amely Lißner, Christian Relius und Alexa Wilke gingen Spuren nach und hielten Gericht. Drei Wahrheiten über einen Fall. “Kain Weg zurück” wurde im Restaurante Domshof, Goethestr. 32, verhandelt. Beginn: 17.45 Uhr, Dauer: ca. 30 Minuten. Wiederholung jeweils um 18.45 Uhr, 19.45 Uhr und 20.45 Uhr. Eintritt: frei.

Walking Act: Hercule Poirot

Der Hamburger Sven Pehla, alias Hercule Poirot, schlenderte durch die Fußgängerzone und zwischen den einzelnen Spielorten, sprach mit Bürgern, erteilte Auskunft und stand für Selfies zur Verfügung. Außerdem war er Jury-Mitglied bei der Bürgermeister-Wette. Hercule Poirot kam auf Einladung der KIR. Gesponsert wurde sein Auftritt durch die Firma Linus Wittich Medien (Herausgeber des Wümmekuriers) und durch die IG CityMarketing.

Die Teilnahme an allen Krimi-Veranstaltungen war frei.

Zwischen die Vorstellungen, die jeweils etwa 30 Minuten dauern, konnte in der Innenstadt gemütlich gebummelt und eingekauft werden. Die Geschäfte hatten bis 21 Uhr geöffnet.

Weitere Schauplätze

Postkarte der Cafesitobar mit gespielter Leiche vor der Kühltruhe

Auch die Cafesitobar lud zur Kriminacht ein.

Die Cafesitobar beteiligte sich an der Aktion Krimi & Shopping mit einem eigenen Programm. Unter dem Titel “Mord im Kühlhaus” fanden zwei Lesungen statt. Es gab einen deutschen Krimi um 17.30 Uhr und einen englischen Krimi um 18.30 Uhr. Während in den Vorträgen fröhlich gemordet wird, sorgte das Restaurant für feine Speisen und Getränke.

 

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