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eCarsharing: Geteiltes Auto, ganzer Spaß

Mit eCarsharing wird der Einstieg in die Elektromobilität ganz einfach

Das ist das Auto, ein Renault Zoe Das Auto wartet auf dem Parkplatz des Rathauses

Seit Oktober 2019 bieten die Stadtwerke Rotenburg eCarsharing an. Ein interessantes Angebot vor allem für Bewohner*innen der Innenstadt. Wir sagen, wie du dich beteiligen kannst und warum E-Auto fahren so viel Spaß macht.

Erst mal registrieren

Damit du das eCarsharing nutzen kannst, sind drei Schritte notwendig:

  1. Zunächst einmal musst du dich zum eCarsharing registrieren lassen. Das machst du auf der eCarsharing Plattform. Klicke dort auf das Cluster Stadtwerke Rotenburg und bestätige die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).
  2. Im zweiten Schritt begibst du dich zum Kundencenter der Stadtwerke, Mittelweg 19. Bitte deinen Führerschein nicht vergessen! Die Stadtwerke erwarten per Einzugsermächtigung die Erlaubnis, dass sie die Gebühren für das Fahrvergnügen von deinem Konto abbuchen dürfen. Das ganze Verfahren brauchst du natürlich nur einmal durchlaufen. Bist du erst einmal dabei, ist alles ganz easy.
Im Buchungssystem wird die Zeit eingegeben, in der du das Auto nutzen möchtest. Falls noch niemand angemeldet ist und das Auto genug Saft hat, kannst du es auch gleich nutzen.

Das Kundencenter schaltet dich für die Plattform frei. Das heißt, dass du jetzt auf der Plattform Fahrten buchen kannst. Du gibst Tag und Zeit ein sowie die Strecke (in km). Das hat natürlich damit zu tun, dass das System dafür verantwortlich ist, das jeder Nutzer auch genug “Saft” für seine Fahrt hat. Es wird ein zeitlicher Puffer eingerechnet, in dem das Auto an der Ladesäule nachladen muss. Das kannst du im Buchungssystem auch nachvollziehen.

3. Im dritten Schritt musst du dir im Play- oder App Store die App SR e-Carsharing herunterladen. Das ist ganz wichtig, weil man nur mit dieser App die Fahrt beginnen und beenden kann. Mit der App lässt sich zudem das Auto öffnen und nach Fahrtende verschließen.

Wo steht eigentlich das Auto?

Momentan gibt es fürs eCarsharing der Stadtwerke nur ein Auto, einen Renault Zoe, der an der Ladesäule auf dem Rathaus-Parkplatz steht. Zu deiner gebuchten Zeit solltest du dich dort einfinden. Rechne aber ein paar Minuten Vorlauf ein, damit du einen wichtigen Punkt schon mal erledigen kannst: Du bist nämlich gefordert, dir vor Fahrtbeginn das Auto genau anzusehen und nach “Macken” zu fahnden. Die müsstest du sofort bei den Stadtwerken melden. Das sollte aber schon in deinem eigenen Interesse sein, damit du nicht später für Schäden anderer verantwortlich gemacht wirst.

Exakt zur gebuchten Zeit solltest du dein Handy gezückt haben und vor der Fahrertür stehen. Denn jetzt kommt die Info, dass das Fahrzeug geöffnet ist.

Einsteigen und losfahren? – Nicht so ganz…

Wenn du in das Auto einsteigst, wirst du per App gefragt, ob alles okay ist und welche verbleibende Reichweite auf dem Display angezeigt ist. Das Auto hat, wenn es voll aufgeladen ist, eine Reichweite von 250 km. Folge den weiteren Fragen. Eine „Gebrauchsanweisung“ liegt auch auf dem Beifahrersitz.

Wie bekomme ich den Stromer vom Kabel?

Das Bedienelement dient als Schlüssel, wenn du die Fahrt unterbrichst und das Auto irgendwo abstellen möchtest. Zum Starten wird es in den Slot geschoben, der sich unterhalb des Displays rechts neben dem Lenkrad befindet.

Das Ladekabel steckt auf der einen Seite fest im Zoe und auf der anderen Seite in der Ladesäule. Einfach ausstöpseln geht nicht, da könnte ja jeder kommen. Im Fahrzeug-Innenraum gibt es einen Knopf links neben dem Lenkrad, dann lässt sich das Kabel aus dem Zoe ziehen. Zur Abnahme an der Ladesäule dient eine Tankkarte, die sich zusammen mit der Fernbedienung in einer Hülle im Handschuhfach befindet. Das Bedienelement kommt in den Slot in der Mittelkonsole, damit sich das Auto starten lässt. Man braucht es aber auch, um die Türen zu öffnen und zu schließen, wenn man später die Fahrt unterbrechen will.

In der Gebrauchsanweisung, die im Auto liegt, wird der Umgang mit dem Ladekabel genau beschrieben. Das ist auch wichtig für jeden, der bislang nur Benzin und Diesel getankt hat.

Das Ladekabel verstaust du im dafür vorgesehenen Beutel im Kofferraum. Dann kann es losgehen. Einsteigen, Startknopf drücken, Handbremse und – wie beim „normalen“ Auto mit Automatikgetriebe von P (Parkstellung) auf R (Rückwärtsgang) schalten und aus der Parklücke rollen. Auf D geht es dann geradeaus. Mehr als Gas (rechts) und Bremse (links) brauchst du nicht.

Willst du Spaß, gibst du “Gas”

Schon nach der ersten Ampel merkst du, warum E-Auto-fahren so einen Spaß macht. Du hängst Autos mit konventionellem Antrieb locker ab, weil der Stromer abgeht wie Schmidts Katze. Doch Vorsicht! Das kostet Energie! Wer immer die Rakete zündet, wird eine geringere Reichweite haben der- oder diejenige, die sinnig fährt. Dazu ein Beispiel: Wolf Warncke, Besitzer des Autohauses Warncke in Tarmstedt und einer der E-Auto Pioniere im Landkreis, verkündete kürzlich auf facebook stolz, dass er seinen eGolf mit einem Durchschnittsverbrauch etwas über 8 kWh/100 km gefahren hat. Wir lagen auf der ersten Fahrt mit dem Zoe bei 18,2 kWh/100 km. Trotzdem stimmte die Rest-Reichweite ganz gut den gefahrenen Kilometern überein. Mit einer sinnigen Fahrweise könnte die Reichweite mit dem Zoe wohl locker über die angegebenen 250 Kilometer zu bringen sein. Anderseits kosten “Stromfresser” wie Heizung und Klimaanlage auch Energie und können bei entsprechenden äußeren Bdingungen Strom und damit Reichweite kosten.

Das Display zeigt unter anderem die verbleibende Reichweite an.

Zum Abstellen geht das Ganze andersherum. Doch solltest du berücksichtigen, dass das ganze Procedere ein paar Minuten in Anspruch nimmt. Erst sind ein paar  geforderte Werte auf der App einzugeben, dann ist das Auto an der Ladesäule anzuschließen. Zudem ist zu bedenken, dass es ein Sharing-Auto ist. Du teilst dir das Auto mit anderen. Deshalb solltest du es so verlassen, wie du es vorzufinden wünschst. Also sauber, ohne Bonbonpapier oder leere Getränkedosen, auch Schmutz und Blätter oder ähnliches sind zu entfernen. Ist das Auto gereinigt und aufgeräumt, kannst du es verlassen und über die App abschließen. Das geht mit etwas Übung alles sicher schnell, doch anfangs haben wir eine viertel Stunde für alles gebraucht.

Unser Tipp: Vor einer beruflichen oder sonstigen terminlich wichtigen Fahrt unbedingt eine Testfahrt machen. Dann bist du auf der sicheren Seite.

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